Zweite deutliche Niederlage in Folge: Freiburg verliert das erste Heimspiel gegen starke Nürtingerinnen

HSG Red Sparrows Freiburg – SG Nürtingen-Zisishausen 22:39 (10:19)


Im Vorspiel gewannen die Young Sparrows ihr erstes B-Jugendbundesligaspiel in einer packenden Partie knapp mit einem Tor gegen Steinbach. Das sollte es dann aber mit spielerischen Erfolgen schon gewesen sein. Die Red Sparrows präsentierten sich fast noch schwächer als im ersten Saisonspiel. Zu den Problemen in der Defensive kamen diesmal noch deutliche Offensivschwierigkeiten. 24 technische Fehler und eine Wurfquote von 48 Prozent sprechen eine deutliche Sprache. 


Die Spatzen fanden überhaupt nicht in die Partie. In Spielminute 7 stand es bereits 0:6. Sie wurden in der Phase förmlich von spielfreudigen Gästen überrannt. Nach bereits zwei vergebenen Strafwürfen war der dritte in der 8. Minute zum 1:6 endlich drin. Nach dem 2:9 (9.) kämpfte Freiburg sich ein wenig zurück und konnte über 5:11 (17.) und 7:12 (20.) bis zum 9:14 (24.) den Abstand immerhin halten. In der Folge musste man allerdings trotz eigener Überzahl einen 0:5-Lauf zum 9:19 hinnehmen. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang den Spatzen noch Treffer 10.

 
Auch nach der Halbzeit kam Freiburg nicht mehr ran, obwohl Nürtingen in der Phase auch einige Chancen liegen ließ. Über 12:20 (34.) und 15:23 (38.) war das Spiel spätestens nach 9 torlosen Minuten beim 15:28 (47.) entschieden. Auch die Rote Karte für Nora Erhardt steckten die Gäste problemlos weg. Freiburg konnte zwar noch auf 19:30 (51.) verkürzen, aber weitere vier torlose Schlussminuten besiegelten mit dem 22:39 die höchste Niederlage gegen eine Nürtinger Mannschaft.

 
Mit 0:4 Punkten und einer Tordifferenz von -28 findet Freiburg sich nun am Tabellenende wieder. In kaum einer Phase des Spiels haben die Spatzen es geschafft, 1:1 Duelle gegen sehr dynamische Nürtingerinnen zu gewinnen. Keiner erwartet Punkte gegen den letztjährigen Vizemeister, aber das Spiel sollte auch nicht unbedingt in einem Klassenunterschied enden. Gerade auf ihre starke Abwehrarbeit konnte Freiburg sich immer verlassen. Davon ist in dieser Runde noch sehr wenig zu sehen. Die Mannschaft scheint nach schwieriger Vorbereitung noch Zeit zu brauchen, um wieder zu alter Stärke zu finden. Bis zum nächsten Heimspiel am kommenden Samstag muss Trainer Simon Rittemann sein Team mental gut vorbereiten und vielleicht auch mit taktischen Änderungen überraschen, um ein gutes Spiel gegen Leverkusen (1:5 Punkte) zu zeigen. Der Traditionsverein konnte am Samstag beim Aufsteiger Todesfelde einen Punkt holen.

 
Positiv aus dem Spiel können die 11 Torwartparaden, die 100 prozentige Wurfquote von Regina Veith und Hannah Person, die zwei Treffer von Nele Emmenecker aus spitzem Winkel über Rechtsaußen und das mit viel Intensität geführte 1:1 von Laura Stiehler und Sev Albrecht mitgenommen werden. Auch Mira Faßbinder geht nun häufiger in die Lücken der gegnerischen Abwehr. Die erst 17 jährige Romy Klein spielt in ihrer ersten Zweitligasaison bereits auch mutig in der Offensive. Darauf sollte die Mannschaft doch aufbauen können.

 
HSG Red Sparrows Freiburg:


Kuß (5 P.), Rahner (6 P.); Albrecht 5/4, Veith 3, Person 3, von Kampen 2, Klein 2, Klingler 2, Emmenecker 2, Faßbinder 1, Stiehler 1, Hautz 1, Brennauer, Heizmann 

SG Nürtingen -Zisishausen:

 
Leenen (4P.), Sander (10 P.); Fischer 4, Jaron 1, Bühler 2, Seeger 2, Luber 7/2, Erhardt 4, Natalello, Wieder 2, Nusser 5, Fuchs 6/4, Distel 6 

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