Mit viel Tempo zum Sieg: Freiburg gewinnt souverän und deutlich gegen Leverkusen

HSG Red Sparrows Freiburg – TSV Bayer 04 Leverkusen 38:29 (19:18)

Im zweiten Heimspiel in Folge zeigten die Spatzen ein ganz anderes Gesicht. Von Beginn an spielten sie mit viel Einsatz und Motivation und ließen keinen Zweifel daran, wer am Ende als Sieger vom Feld geht. Die Stimmung im Spatzennest vor 320 Zuschauern war richtig gut und die Fans erkannten den Leistungswillen ihrer Mannschaft an und unterstützten sie kräftig.

Kurzfristig musste Freiburg auf die erkrankte Lucy Klingler verzichten. Besonders in den ersten zehn Minuten legte das Team ein ungeheures Spieltempo vor. Über 4:2 (4.) und 6:3 (5.) stand es in Spielminute 9 bereits 10:4. Vor allem die Außenspielerinnen Sev Albrecht und Hannah Person glänzten mit Spielfreude und Tempo und überrannten die Gäste förmlich. Taktische Umstellungen in der Abwehr zeigten auch ihre Wirkung. Im Anschluss kam Leverkusen besser ins Spiel und konnte besonders über ihre Rückraumspielerinnen Sophia Cormann und Lara-Sophie Fichtner den Rückstand verkürzen (11:7, 11. Min.; 13:10, 15.). Die Red Sparrows zeigten wieder einige Schwächen im 1:1-Verhalten, aber da sie in der Offensive weiter trafen, fiel das nicht besonders ins Gewicht. Nach dem 17:14 (23.) leisteten sie sich jedoch eine kurze Schwächephase und Leverkusen konnte in Spielminute 26 mit dem 18:17 den Anschlusstreffer erzielen. Nach dem 19:18 verletzte sich die bis dahin stark spielende Lara-Sophie Fichtner bei einer Abwehraktion gegen Nele Emmenecker und musste kurz vor der Pause aus der Halle getragen werden.

In Halbzeit 2 gelang den Gästen gleich der 19:19 Ausgleich. Das war seit den ersten zwei Spielminuten das erste Unentschieden. Aber Freiburg zeigte Moral und legte einen kleinen Zwischenspurt zum 24:20 (35.) ein. Die Spatzen drückten weiter auf das Tempo und nach dem 26:23 (38.) konnten sie mit einem 5:0-Lauf zum 31:23 (44.) bereits eine kleine Vorentscheidung erzielen. Beim 35:25 (50.) war der erste 10 Tore- Vorsprung erreicht und das Spiel endgültig entschieden. Die letzten 10 Spielminuten waren torärmer und das letzte Tor zum 38:29 Endstand blieb Torfrau Ina Rahner mit einem Wurf ins leere Gästetor vorbehalten.

Trainer Simon Rittemann war nach dem Spiel hochzufrieden: “Wir haben heute ein Signal an die Liga und die Halle gesandt. Die Mannschaft hat mit viel Herz gespielt. Auch die Arbeit des neuen Torwarttrainers Markus Walther zeigt bereits Früchte.“ Das Torwartduo Ina Rahner und Salome´ Kuß zeigte u.a. drei tolle Strafwurfparaden. Er sieht sein junges Team jedoch weiterhin in der Entwicklung. Herausragend bei einer guten Mannschaftsleistung war Rechtsaußen Sev Albrecht mit 14/2 erzielten Toren bei 18 Versuchen. In dem Spiel hat sie deutlich gezeigt, dass sie den Abgang von Saskia Probst mehr als kompensieren kann. Mannschaftsdienlich zeigte sich auch Hannah Person, die neben eigener Torgefährlichkeit häufiger die etwas besser positionierte Sev Albrecht im Gegenstoß bediente. Die Flügelzange funktionierte annähernd perfekt. Ebenso machte Kreisläuferin Regina Veith sowohl vorne als auch hinten ein starkes Spiel, Nelli Hautz zeigte ebenso Torgefahr bei einer guten Wurfquote und Kapitänin Julia von Kampen kommt nach ihrer Pause auch wieder besser in Schwung. Weiterhin war die starke Wurfquote von 75 % und die reduzierte Anzahl technischer Fehler (13) ein Grund für den deutlichen Erfolg. Bei aller Euphorie darf jedoch nicht vergessen werden, dass Leverkusen nicht die Klasse von Nürtingen und Waiblingen hat.

Nun steht für die Mannschaft eine dreiwöchige Spielpause an, bevor es am 10.10. mit einem Heimspiel gegen Mainz weitergeht. Zuerst kommen Maßnahmen der Nationalmannschaften, an denen auch Sev Albrecht für die Schweiz und Romy Klein für die U 19 teilnehmen dürfen. Am ersten Oktoberwochenende finden DHB-Pokalspiele statt.

HSG Red Sparrows Freiburg:

Kuß (6/1 P.), Rahner (7/2 P.); Albrecht 14/2, Person 6, Veith 4, Hautz 4, von Kampen 3, Brennauer 3/2, Faßbinder 2, Emmenecker 1, Stiehler, Klein, Heizmann

TSV Bayer 04 Leverkusen:

Pajak (6/1 P.), Muth (1 P.); Clauberg 6, Cormann 6, Fichtner 5, Gruner 5/1, Specht 2, Gruber 2, Souza 2, van der Valk 1, Sauerwald, Emgen, Aufdemkamp

Weitere Beiträge