Red Sparrows HSG Freiburg – Rostocker HC 40:30 (17:15)
Die gut 360 Zuschauer im Spatzennest sahen ein schnelles und torreiches Spiel, bei dem die Freiburgerinnen in Halbzeit zwei ihre Überlegenheit ausspielen und völlig verdient die wichtigen zwei Punkte holen konnten.
Auch in diesem Spiel überzeugten die Spatzen eher mit einer starken Offensivleistung als mit einer stabilen Defensive. Nach dem 2:2 und einem gehaltenen Strafwurf von Torfrau Ina Rahner stand es in Spielminute 8 6:4. Alle vier Tore wurden nach einer frühen Fahrkarte von Johanna Brennauer erzielt, die als Rechtshänderin die bei der Schweizer Nationalmannschaft weilende Sev Albrecht hervorragend auf der Rechtsaußenposition vertrat. Beim 6:7 (13.) hatten die Rostocker Dolphins ihre einzige Führung im Spiel. Zwei schnelle Tore über die Außenspielerinnen machten diese wieder zunichte (8:7, 13.). Durch einen Hattrick von Kapitänin Julia von Kampen erspielte Freiburg sich das 11:9 (18.). Allerdings hatten sie weiterhin Probleme mit der Torgefahr der jungen großgewachsenen Rückraumspielerin Emma Dubrau. Über 14:11 (25.) ging es mit einer 17:15 Führung in die Pause.
Die Spatzen kamen engagiert aus der Halbzeit und konnten sich mit dem 20:16 (35.) und dem 23:18 (38.) den ersten kleinen Vorsprung erkämpfen. Mit dem 27:22 (44.) schlug die Stunde der Halblinken Rebeka Varga. In den folgenden 10 Minuten konnte sie sieben Tore für ihr Team erzielen. Da war die Freiburger Abwehr doch zu passiv. Es hatte jedoch keine Konsequenz, weil die Spatzen über alle Positionen zu Torerfolgen kamen. Nach dem 32:23 (48.) kam Rostock nochmal auf 34:28 (52.) heran. Doch Freiburg schaltete einen Gang höher und hatte mit dem 38:29 (56.) das Spiel deutlich für sich entschieden. Nach fehlerhaften Schlussminuten auf beiden Seiten setzte Johanna Brennauer mit dem 40. Tor per Strafwurf den Schlusspunkt.
Am Ende stand aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung ein deutlicher Sieg gegen ein Rostocker Team, das weiterhin auf Punkte wartet. Johanna Brennauer verwandelte alle fünf Strafwürfe sicher und zeigte sich in der Anfangsviertelstunde treffsicher über die Rechtsaußenposition. Nelli Hautz, Julia von Kampen und Laura Stiehler glänzten nicht nur mit eigener Torgefahr, sondern auch mit vielen guten Anspielen. Kreisläuferin Romy Klein positionierte sich gut in den freien Räumen und nutzte ihre Wurfchancen. Auch Linksaußen Hannah Person zeigte sich wie in den letzten Spielen gewohnt treffsicher. Nach überstandener Erkrankung konnte Mittespielerin Mira Faßbinder ihre Einsatzzeit gut nutzen. Zudem hatte Torfrau Salome´ Kuß einen guten Tag erwischt. Eine Wurfquote von 78 % spricht für eine starke Teamleistung. Mit diesem deutlichen Sieg konnte Freiburg das anfangs miserable Torverhältnis auf eine Tordifferenz von -16 verbessern. Mit nun 4:8 Punkten bleiben die Spatzen weiterhin auf dem 11. Platz.
Am kommenden Samstag steht bereits nach der Eventnight vom letzten Donnerstag der erste Große Spiele Spieltag an. Gegner wird Regensburg sein, die bislang vier von fünf Spielen gewinnen konnten. Wie im letzten Jahr auch, wird das Spiel in der Act-Now-Halle der Freiburger Turnerschaft stattfinden. Alle hoffen auf ein ähnlich spannendes Spiel wie in der Vorsaison.
HSG Freiburg:
Kuß (12 Paraden), Rahner (2 P.); Person 6, Klingler, Brennauer 10/5, Klein 4, Veith 2, Heizmann, Emmenecker 1, Faßbinder 2, von Kampen 4, Stiehler 5, Hautz 6
Rostocker HC: Clasen (2 P.), Tants (5 P., 1 Tor); Worm, Drewnik 4, Pieth 3, Wohlfeil, Strack H., Dubrau 9/2, Varga 8, Schieber 4, Strack L., Koppen, Janssen 1



