Red Sparrows HSG Freiburg – HC Leipzig 20:29 (11:15)
Zum Rückrundenauftakt hatten die Freiburger Spatzen mit Spitzenreiter Leipzig gleich eine herausfordernde Aufgabe. Zudem musste das Team kurzfristig noch auf die Stammspielerinnen Nelli Hautz (verletzt) und Marit Walz (erkrankt) und die ebenfalls erkrankte Torfrau Salome Kuß verzichten. Dafür standen das erste Mal Neuzugang Lucy Klingler, Lina Hillenbrand und Torfrau Alina Shabani im Kader.
Trainer Simon Rittemann startete mit einer 4:2 Abwehr und stellte Leipzig damit eine neue Herausforderung. Nach dem 3:4 musste Freiburg aufgrund eigener Unterzahl auf 3:7 (12.) abreißen lassen. Mit viel Engagement kämpfte sich die Mannschaft aber wieder auf 7:8 (16.) heran. Für knapp fünf Minuten hatte das 7:9 (bis zur 22.) Bestand. Und wenn Freiburg in der Phase cleverer agiert hätte, wäre auch ein Ausgleich möglich gewesen. Beim 10:12 (26.) war die Mannschaft immer noch in Reichweite, musste dann aber bis zur Pause mit dem 11:15 einen 4 Tore-Rückstand hinnehmen.
Das 13:16 (36.) war gegen den Tabellenführer und Aufstiegsaspiranten immer noch ein achtbarer Zwischenstand, ebenso wie das 14:18 (40.). Allerdings hatte Freiburg in dieser Phase auch viel Glück, dass vier aussichtsreiche Würfe über die Linksaußenposition nicht das Ziel fanden. Im Anschluss zeigte Leipzig seine individuelle Klasse und erhöhte innerhalb von gut 5 Minuten auf 14:22 (46.). Freiburg dagegen kam im eigenen Angriff häufig ins Zeitspiel und musste sich Notwürfe nehmen, oder verursachte einige misslungene Kreisanspiele. Damit war die Vorentscheidung gefallen. In den letzten 10 Minuten beim Stande von 16:23 durfte Alina Shabani erstmals Zweitligaluft schnuppern und konnte einen Wurf von der Rechtsaußenposition parieren. Nach dem 20:27 zwei Minuten vor dem Spielende gelangen Leipzig durch Nachlässigkeiten in der Spatzenabwehr noch zwei Tore zum 20:29 Endstand. Die Gäste mit ihrem mitgereisten Fanclub feierten den verdienten Erfolg in ihrem 15. Spiel ohne Niederlage.
Ein wiederholt auftretendes Problem ist die schwache Wurfeffektivität im Rückraum. Dazu gesellten sich erneut, besonders in Halbzeit zwei, zu viele technische Fehler im Aufbauspiel. Mit der 4:2-Abwehr wurde Leipzig anfangs überrascht und es störte ihren Spielfluss sichtbar. Allerdings fanden die Gäste im Spielverlauf immer mehr Lösungen über die Außenpositionen. Allein 10 Tore fielen über die Linksaußenposition. Das ist ein bisschen zu viel! Immerhin konnte Freiburg gut 25 Minuten in Halbzeit 1 mit dem Ligaspitzenreiter mithalten. Das ist im Vergleich zur Vorwoche, wo man nach dem ersten Durchgang bereits aussichtslos mit 9:21 gegen Rödertal zurücklag, eine deutliche Leistungssteigerung. Die Aufgabe am kommenden Wochenende wird nicht leichter. Samstag steht die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison nach Nürtingen an.
Red Sparrows HSG Freiburg:
Shabani (1 Parade), Kuntz (9 P.); Hillenbrand, Person 4, Emmenecker, Faßbinder 1, Ollesch, Probst 8/4, Klingler, von Kampen 1, Stiehler 2, Brennauer 2, Veith 2
HC Leipzig:
Kurzke (12 P.), Fleischer (1 P.); Uhlmann 6, Walther 3/1, Lang 1, Glimm 9, Lammich 3, Gaubatz 1, Klocke 1, Ferber-Rahnhöfer 1, Greschner Theilig, Tauchmann, Meyer 4

