Erste Halbzeit top – zweite Halbzeit flop: Freiburg verliert deutlich in Nürtingen!

TG Nürtingen – Red Sparrows HSG Freiburg | 37:25 (16:15)

Ein Spiel beim Tabellenzweiten muss Freiburg nicht gewinnen. Zumal die Voraussetzungen kadermäßig äußerst schwierig waren. Zu der verletzten Nelli Hautz gesellten sich noch Kreisläuferin Lena Ollesch und die erkrankte Johanna Brennauer. Trotzdem zeigten die Spatzen vor 890 Zuschauern eine gute erste Halbzeit. Die erste Viertelstunde war das Spiel völlig ausgeglichen, was die gut gefüllte Halle sehr leise werden ließ. Eine Mannschaft legte ein Tor vor, die andere zog nach. Spielmacherin Lisa Fuchs hatte man bis dahin mit einer 3:2:1 – Abwehr gut im Griff. Beim 10:8 (17.) konnte Nürtingen sich zum ersten Mal einen kleinen Vorteil verschaffen. Aber Freiburg blieb dran und konnte zumeist über Rechtsaußen Saskia Probst und die am Kreis stark aufspielende Marit Walz in der 28. Minute wieder zum 14:14 ausgleichen. Mit einem 16:15 ging es in die Pause. Die erste Halbzeit bildete nicht ab, dass hier der Tabellenzweite gegen einen abstiegsgefährdeten Aufsteiger spielte.

Das oft auftretende Problem der Freiburgerinnen zeigte sich leider wieder nach der Pause. Der Gastgeber konnte auf 19:15 (35.) erhöhen, da beste Chancen ausgelassen wurden. Nürtingen zeigte sich auch deutlich engagierter und beim 23:17 (39.) dachten viele schon, dass das jetzt endlich das erwartet deutliche Spiel wird. Aber die Spatzen kämpften sich noch einmal auf 24:22 (43.) heran, auch durch eine kurzzeitige doppelte Überzahl begünstigt. Bis zum 28:24 (48.) waren die Red Sparrows noch in Reichweite. Aber dann kam ein völliger Einbruch. Die letzten 12 Minuten verlor Freiburg mit 9:1. Die an dem Tag starke Annika Distel und auch die anderen Rückraumspielerinnen konnten ohne große Gegenwehr durch die Abwehr spazieren. Nürtingen wechselte noch Kerstin Sander ins Tor ein, die bis auf den Gegenstoß von Hannah Person alle Würfe parieren konnte. Und wenn sie nicht hielt, dann gingen die Würfe an den Pfosten. Die bessere Torhüterinnenleistungen hatte an dem Tag eindeutig der Gastgeber. Freiburg konnte die letzten 8 Minuten kein Tor mehr erzielen und kassierte noch 7 Treffer. Vom gesamten Spielverlauf her war die Niederlage eindeutig zu hoch. 

Das Spiel war fast ein Spiegelbild des Hinspiels. Dort spielten die Spatzen eine schwache erste Halbzeit (8:19) und zeigten eine starke 2. Hälfte (16:15), was allerdings auch vielen Wechseln auf Nürtinger Seite geschuldet war. Diesmal war es umgekehrt. Der Auftritt in den ersten 30 Minuten sollte den dezimierten Spatzen aber Mut für die nächste Aufgabe machen. 

Am kommenden Samstag kommt der Vorletzte Rosengarten-Buchholz ins Spatzennest. Das wird ein sogenanntes Vier-Punkte-Spiel und sicher keine leichte Aufgabe, zumal sich der Verein aus der Nähe von Hamburg noch mit einer Jugendnationalspielerin verstärkt hat. 

TG Nürtingen:

Leenen (11 Paraden), Sander (4 P.); Fischer 2, Bühler 3, Seeger, Symanzik, Erhardt 3, Treusch 5, Wieder 5, Nusser 3, Bauder, Fuchs 8/4, Distel 8

Red Sparrows HSG Freiburg:

Kuß (1 P.), Kuntz (6P.); Hillenbrand 1, Person 3, Probst 9/3, Klingler, Veith, Emmenecker, Faßbinder 1, von Kampen 3, Walz 7, Stiehler 1

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