Freiburg verliert den Faden kurz vor der Halbzeit: Unnötige Heimniederlage gegen Mainz!

Red Sparrows HSG Freiburg – 1. FSV Mainz 05  24:29 (13:15)

Vor einer gut gefüllten Grafhalle gelang den Spatzen ein Start nach Maß. Über 2:0 (3.), 3:1 (4.)und 5:2 (10.) erspielte Freiburg sich ein 7:3 (11.). Dann kam jedoch eine schwache Phase mit leichtfertigen Fehlern und die Gäste konnten zum 7:7 in Spielminute 15 ausgleichen. Den Spatzen gelangen zwei schnelle Tore zum 9:7 (17.) Daraufhin nahm der Mainzer Trainer eine Auszeit und ließ sein Team mit der 7. Feldspielerin agieren, was zunächst noch keinen durchschlagenden Erfolg hatte. Das 10:8 in  der 22. Minute konnte Torfrau Ina Rahner nach einem gehaltenen Ball mit einem Wurf ins leere Tor erzielen. In der folgenden Phase spielten die Meenzer Dynamites die Überzahlsituation aber konsequenter aus und drehten den Spielstand mit einem 0:4 – Lauf zum 10:12 (26.). Die Spatzen leisteten sich zu viele Fehler und vergaben auch den ersten Siebenmeter mit einem Wurf neben das Tor. Mit zwei schnellen Toren von Laura Stiehler und einem weiteren Wurf ins leere Tor von Torfrau Ina Rahner stellte Freiburg auf 13:12 (27.). Das sollte jedoch die letzte Führung im Spiel sein. Eine weitere schwache Phase verhinderte ein besseres Pausenergebnis und Mainz ging nach einem 0:3 – Lauf mit einem 13:15 in die Halbzeit.

Mainz kam mit einer veränderten Rückraumaufstellung aus der Pause und die Halblinke Anna Weidle suchte immer wieder 1:1 – Situationen. Der Anschlusstreffer zum 15:16 (32.) nach einem Steal von Hannah Person sollte für längere Zeit das letzte Tor bleiben. Der Freiburger Rückraum zeigte sich fehlerhaft und mit wenig Zug zum Tor. Zudem wurden ein weiterer Siebenmeter und einige gute Chancen vergeben, so dass Freiburg knapp 11 Minuten ohne Torerfolg blieb. Dieser 0:6 – Lauf für Mainz zum 15:22 (43.) war die spielentscheidende Phase. Trainer Simon Rittemann wechselte Salome´ Kuß ins Tor ein und auch durch ihre starken Paraden kämpfte sich Freiburg zuerst auf 19:23 (48.) und dann trotz des Mainzer Einsatzes der 7. Feldspielerin auf 22:25 (51.) heran. Zu mehr reichte es an dem Tag aber nicht mehr. Trainer Rittemann versuchte es in der Schlussphase noch mit einer 3:2:1 –  Abwehr, was aber nicht den gewünschten Erfolg brachte. Mit 24:29 musste Freiburg eine Niederlage einstecken, die unter der Kategorie unnötig einzuordnen ist. Die Spatzen scheiterten nicht an der Stärke einer körperlich überlegenen Mannschaft, sondern an dem Tag an ihrer eigenen Schwäche.

Trainer Simon Rittemann fasst das Spiel so zusammen: “Wir haben die Chance heute nicht genutzt, gegen Mainz zu bestehen. Nach gutem Beginn konnte Mainz das Spiel drehen. Die Passqualität war zu schwach und die Fehlerzahl (17) zu hoch. Besonders in der zweiten Halbzeit fehlte im Rückraum die Tiefe. Ein Treffer aus dem Rückraum in 30 Minuten ist zu wenig.“

Eine mögliche Option wären Nele Emmenecker und Lucy Klingler für die Rückraumpositionen gewesen. So bleibt festzustellen, dass in dem Spiel die Außenspielerinnen Sev Albrecht und Hannah Person allein für mehr als die Hälfte aller Feldtore verantwortlich waren. In der Abwehr wurden auch zu viele 1:1 – Situationen verloren, was jedoch bei einer Unterzahl über fast die Hälfte der Spielzeit auch verständlich ist. Durch die Niederlage rutscht Freiburg auf Platz 10 und Mainz ist als einzige verlustpunktfreie Mannschaft der neue Tabellenführer.

Am kommenden Samstag steht ein schweres Auswärtsspiel in Solingen (8:2 Punkte) an, bevor es am 24.10. zum wichtigen Heimspiel gegen Rostock kommt.   

Red Sparrows HSG Freiburg:

Kuß (5 Paraden), Rahner (6 P., 2 Tore); Albrecht 8/2, Person 6, Stiehler 2, von Kampen 2, Brennauer 2/1, Hautz 1, Klein 1, Veith, Faßbinder, Emmenecker, Klingler, Heizmann

  1. FSV Mainz 05

Fahnenbruck, Kryeziu (14 P.); Mattig 3, Althaus 1, Kühlborn 1, Burgard 2/1, Feiniler 5, Thoß 1, Weidle 3, Schulze, Bartaviciute 1, Kern 7, Udaw 3, Grawe 1, Rhein 1

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