TuS Lintfort – Red Sparrows HSG Freiburg 20:28 (11:16)
Im Vier-Punkte-Spiel beim Tabellenletzten Lintfort gelang den Red Sparrows der bislang höchste Saisonsieg. Dabei sah es in den ersten Minuten gar nicht danach aus. Bereits in den ersten 60 Sekunden gab es auf beiden Seiten drei technische Fehler. Ebenso wurde in den Anfangsminuten der erste von drei Strafwürfen vergeben. Nach dem 2:2 (5.) konnte Lintfort sich auf 5:2 (8.) absetzen. Die Gastgeberinnen waren besonders über die rechte Seite erfolgreich. Im Anschluss konnten Laura Stiehler und Marit Walz auf 5:5 (10.) ausgleichen. Mit einem Doppelschlag von Hannah Person kam Freiburg in Spielminute 16 beim 7:8 zur ersten Führung. Die Abwehr zeigte sich nun etwas zupackender und mit dem ersten verwandelten Siebenmeter von Saskia Probst stand es 9:11 (22.). Mit ihrem Comeback-Tor zum 10:12 (24.) läutete Nelli Hautz einen 5:0-Lauf für die Spatzen ein. Das war die entscheidende Spielphase. Mit dem 10:16 kurz vor der Halbzeit war das identische Ergebnis vom Hinspiel erreicht. Lintfort hatte allerdings noch einen direkten Freiwurf, den Svenja Rottwinkel glücklich in den rechten Torwinkel zum 11:16 Halbzeitstand versenkte.
Freiburg kam gut aus der Pause und zeigte mit zwei schnellen Toren von Saskia Probst in 58 Sekunden, dass sie dieses Spiel unbedingt für sich entscheiden wollten. Lintfort agierte im Angriff nun zunehmend ideenlos, und so setzte ihre Trainerin Bettina Grenz-Klein auf das taktische Mittel der 7. Feldspielerin. Hin und wieder kamen sie damit auch zum Torerfolg, mussten jedoch auch zweimal Würfe von Nelli Hautz auf das leere Tor hinnehmen. Freiburg konnte den Vorsprung immer zwischen 5 und 7 Toren halten. Für die letzten 12 Minuten kam Salome´Kuß ins Tor und zeichnete sich gleich mit einer starken Parade aus. Spätestens beim 17:24 (54.) war das Spiel entschieden. Freiburg konnte in der Endphase den Vorsprung noch auf 19:28 ausbauen, bevor Lintfort den 20. Treffer zum Endstand von 20:28 erzielte.
Die Spatzen konnten sich mit der Spielführung und der Höhe des Sieges zufrieden zeigen. Sie hatten deutlich mehr Tempo in ihrem Spiel und konnten somit einige leichte Tore erzielen. Einen Sahnetag hatte Rückraumspielerin Laura Stiehler erwischt. 7 ihrer 8 Würfe landeten im Tor. Auch die Torfrauen Leonie Kuntz und Salomé Kuß waren gut aufgelegt. Einzige Wehrmutstropfen waren erneut die Schwäche bei den Strafwürfen und einige leichtfertige technische Fehler, was bei dem Spiel glücklicherweise nicht entscheidend war. Lintfort war an dem Tag nicht in der Lage, das für sich auszunutzen. Die angekündigte Revanche ist ihnen nicht gelungen. Freiburg steht mit 16:26 Punkten weiterhin auf dem 11. Platz und hat nun 8 bzw. 9 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Am Samstag kommt mit Mainz eine Mannschaft aus dem Mittelfeld. Das wird für diese Saison das letzte Spiel im Spatzennest sein. Die anderen drei Heimspiele werden in der Act-Now-Halle ausgetragen.
Red Sparrows HSG Freiburg:
Kuß (2 Paraden), Kuntz (9 P.); Person 3, Emmenecker, Faßbinder 1, Probst 7/1, von Kampen 1, Walz 2, Stiehler 7, Klingler, Hautz 4, Brennauer 3/1, Veith
TuS Lintfort:
Polackova (9 P.), Brandt; Mattig 4, Corsten 2, Weisz, Broders, Willing 2, Rosner 1, Lupisella, Vlaswinkel 3, Kleijkers 3, Rottwinkel 1, Damuleviciute 3/2, Manthei 1, Udaw


