Spatzen präsentierten sich daheim wie auswärts

Klassenunterschied bei Heimniederlage gegen Luchse
Red Sparrows HSG Freiburg – HL Buchholz 08-Rosengarten 19:36 (9:20)

Freiburg konnte den kurzfristigen Ausfall von Spielmacherin Rebecca Dürr ( Fingerbruch) im Spiel gegen Buchholz nicht kompensieren. Lediglich die ersten 5 Minuten zeigten die Spatzen eine beherzte Leistung: Kampfbetont und zupackend in der Abwehr und im Angriff wurden beide Chancen über die Außenpositionen genutzt. So kam mit dem 2:1 die einzige Führung im gesamten Spiel zustande. Dann folgte in den nächsten knapp 10 Minuten ein 7:0 – Lauf der Gäste zum 2:8 (12.). In dieser Phase hatte Freiburg die Topscorerin Levke Kretschmann noch einigermaßen im Griff. Dafür traf besonders die Rückraumrechte Wiebke Meyer. Zwei schnelle Tore von Nelli Hautz und Saskia Probst brachten das 4:8 (13.). Aber schon legten die Luchse wieder einen Zahn zu und stellten auf 4:13 in Spielminute 18. In der Abwehr wurde häufig das 1:1 verloren und auch von den Torfrauen kam wenig Unterstützung. Zwei Tore von Simone Falk machten das Ergebnis mit 6:13 ein wenig erträglicher (20.). In den letzten 10 Minuten von Halbzeit 1 konnten die Gäste ihren Vorsprung weiter ausbauen. Einziger Lichtblick auf Freiburger Seite war Maja Zeides mit ihrem Hattrick. Das waren jedoch die einzigen Tore der Heimmannschaft. Der Zugriff in der Abwehr gegen individuell starke Gäste fehlte weiterhin und so ging es mit einem äußerst ernüchternden 9:20 in die Halbzeitpause.

Wer gehofft hatte, dass die Red Sparrows ähnlich wie beim Heimspiel gegen Göppingen den großen Rückstand deutlich verkürzen konnten, wurde enttäuscht. Bis zur 40. Minute blieb es beim 11-Tore-Abstand. Es folgten wieder 6 torlose Minuten und so lagen die Freiburgerinnen mit 13:29 (46.) hinten. Es fehlten Ideen und Kraft, um gegen eine robuste Abwehr noch einmal näher heranzukommen. Zusätzlich passierten unnötige Fehler, mit denen sich die Spatzen das Leben noch schwerer machten. Lichtblick in Halbzeit 2 waren Rechtsaußen Saskia Probst mit ihren Toren und Torfrau Debora D´Arca, die in den letzten 12 Minuten Spielzeit erhielt und sich gleich mit drei Paraden auszeichnen konnte. Über 16:31 (50.) und 17:32 (56.) stand mit dem 19:36 eine äußerst deutliche Niederlage, die fast identisch mit dem 20:36 vom Auswärtsspiel war. Es bleibt die bittere Erkenntnis, dass Freiburg in dem Spiel einen Auftritt wie bei vielen Auswärtsspielen gezeigt hat und bis auf die ersten paar Minuten zu keiner Zeit ein ebenbürtiger Gegner war. Das Fehlen von Mittespielerin Dürr war schmerzhaft. Weder Linksaußen Hannah Person noch Nelli Hautz und Mira Faßbinder konnten die entstandene Lücke auf der Position schließen. Aber auch mit der Freiburger Spielmacherin wäre es an dem Tag gegen übermächtige Luchse schwer gewesen, Punkte im Spatzennest zu behalten. Man muss die individuelle Klasse einer Levke Kretschmann anerkennen, die mit ihren Gegenspielerinnen häufig machte, was sie wollte. 12 Treffer bei 12 Würfen sind herausragend. Schade, dass sich der Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn für seinen Besuch dieses Spiel ausgesucht hat.

Für Freiburg geht es am Osterwochenende auf die lange Fahrt nach Berlin. Bis dahin sollten die Köpfe wieder oben sein.

Red Sparrows HSG Freiburg:

D´Arca, Kuntz, Kuß; Person, Bauer, Faßbinder, Probst 7/1, von Kampen 2, Walz, Stiehler, Hautz 2, Falk 4, Zeides 4, Peter

HL Buchholz 08-Rosengarten:

Troester, Rossignoli; Schulz, Ackmann, Harms 1, Kretschmann 12, Pieszkalla, Geist 2, Kollmer 1, Nilsen Morlandstö 7/3, Meisner, Hinrichs 5, Meyer 6, Ansorge 2

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