Schwache Freiburger Offensive verhindert besseres Ergebnis in Solingen

HSV Solingen-Gräfrath 76 – HSG Red Sparrows Freiburg | 27:22 (13:11)

Das erste Spiel im neuen Jahr nach der kurzen Weihnachtspause begann für die Freiburgerinnen in Solingen recht gut. Über schnelle Tore im Gegenstoß über Rechtsaußen Saskia Probst – auch wenn Linksaußen Johanna Brennauer meist genauso frei war – erspielten sich die Spatzen eine 3:5 Führung (10. Minute). Kurz darauf konnte der Gastgeber zum 5:5 (11.) egalisieren. Bis zum 5:8 (14.) lief bei Freiburg ergebnistechnisch noch viel nach Plan. Allerdings profitierten sie in der Anfangsphase auch von einigen Pfosten- und Lattenwürfen auf Solinger Seite. Nach einer Zeitstrafe für Julia von Kampen kam Solingen auf 7:8 heran. Der Gastgeber stellte sowohl die Abwehr als auch punktuell die Angriffsformation um. Über 9:9 (21.) konnte Solingen sich mit dem 12:9 (25.) erstmals eine 3-Tore-Führung erspielen, auch weil die Spatzen in dieser Phase zweimal aus aussichtsreichen Positionen nur das Aluminium trafen. Mit dem 13:11 und lediglich drei Toren in den letzten 16 Minuten ging es in die Halbzeitpause.

Halbzeit zwei begann mit einem Fehlerfestival auf beiden Seiten. Solingen fing sich jedoch eher, agierte abgeklärter und konnte bis zur Minute 37 auf 16:12 und im Anschluss sogar auf 19:13 (42.) davonziehen. Hier zeigte sich wieder besonders deutlich die altbekannte Schwäche der Freiburgerinnen. Die mangelnde Durchschlagskraft aus dem Rückraum, gepaart mit vielen technischen Fehlern, und das phasenweise ideenlose Offensivspiel verursachten den großen Rückstand. Halbzeitübergreifend gelangen den Spatzen in knapp 28 Minuten nur 5 Tore. In der kurzen Zeit hat auch Neutrainer Simon Rittemann in dem Bereich noch keinen Schlüssel zum Erfolg finden können. Er versuchte vieles in dieser Phase. Linksaußen Hannah Person wurde auf der Mitteposition eingesetzt und die Abwehr auf eine offensive 3:2:1- Formation umgestellt. Das brachte allerdings nur kurzfristig Erfolg. Freiburg konnte nochmal auf 22:17 (46.) verkürzen, bevor Solingen wieder auf 25:18 (48.) und 27:20 (55.) davonzog. Damit war das Spiel zugunsten der Gastgeber entschieden. Die letzten beiden Treffer auf Freiburger Seite waren am Ende nur noch Ergebniskosmetik zum 27:22 Endstand.

Es waren einige gute Ansätze, besonders im Tempospiel, zu erkennen. Phasenweise funktionierte auch die Abwehr mit einer starken Leonie Kuntz im Tor mit 11 Paraden. Auch wenn das ungestüme Herausstürmen von Rechtsaußen auf die Halbposition einige unnötige Tore zur Folge hatte. Das Hauptproblem auf Freiburger Seite bleibt aber die geringe Trefferquote aus dem Rückraum. Besonders in diesem Bereich war Solingen Freiburg überlegen. Tabellenmäßig hat sich für die Red Sparrows nichts verändert, da die untenstehenden Mannschaften auch allesamt verloren haben. Sie bleiben weiter auf Platz 12, während Solingen sich auf den 5. Tabellenplatz verbessern konnte.

Am kommenden Sonntag steht das wichtige Heimspiel gegen den Tabellenvierzehnten Leverkusen an. Im Rahmen der Große Spiele Reihe wird dieses Spiel in der geräumigen Act-Now-Halle der Freiburger Turnerschaft stattfinden.

HSV Solingen-Gräfrath 76:

Grewe (10 Paraden), Eckardt; Schatton, Müller 4, Spengler 3, Heimann, Schwitzer 1, Pickrodt 2, Nikolic 4, Völker 2, Fabisch, Spatz 8/4, Brandt 2, Liebetrau 1

HSG Red Sparrows Freiburg:

Kuß, Kuntz (11 P.); Person 1, Emmenecker, Faßbinder, Probst 7, von Kampen 4, Walz 1, Stiehler 2, Hautz, Falk 2/2, Brennauer 3, Veith 2

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