Red Sparrows HSG Freiburg – ESV 1927 Regensburg 33:34 (16:15)
Über 500 Zuschauer fanden den Weg trotz Sommerwetters, Pfingstferienbeginns und DFB Pokalfinales in die Act-Now-Halle.
Sie wurden mit einem äußerst spannenden und körperlich intensiven Spiel belohnt. Leider mussten sie auch das schlechtere Ende für die Spatzen erleben.
Nach dem 1:2 (3.) und vielen Fehlern auf beiden Seiten konnte Freiburg sich ein 6:3 (11.) erspielen. Doch 3 Minuten später schafften die Gäste den Ausgleich zum 6:6.
Die Halbrechte Julika Birnkammer erzielte in der Anfangsphase bereits 3 Tore.
Trainer Simon Rittemann stellte von einer 3:2:1 Abwehr auf 6:0 um, damit die Rückraumspielerinnen nicht so viel Raum bekamen. Nach dem 9:8 (18.) konnten sich die Red Sparrows bis zur Spielminute 23 mit dem 12:9 einen kleinen Vorsprung erspielen. Wenn die doppelte Überzahl noch besser genutzt worden wäre, hätte dieser auch größer ausfallen können. Einige technische Fehler auf Freiburger Seite ermöglichten den Gästen das 13:13 ( 27.). Mit dem 16:15 ging es in die Pause.
Der Beginn der 2. Hälfte gestaltete sich so, dass Freiburg 1 Tor vorlegte und die Gäste ausglichen. Aufgrund einer weiteren doppelten Überzahl konnten die Spatzen auf 23:21 (41.) stellen. In der folgenden Phase führte Freiburg immer mit 1-2 Toren. Das ging bis zum 28:26 (48.) so. Alle 5 Tore wurden von Julia von Kampen und Hannah Person erzielt. Die Bunkerladies waren im Rückraum individuell überlegen und das spielten sie in der Folge aus. Vor allem Linkshänderin Franziska Peter drehte nun auf. So entstand das 28:29 (51.). Nun legte Regensburg 1 Tor vor und Freiburg glich aus. Nele Emmenecker war gleich zweimal über Rechtsaußen erfolgreich. Nach dem 33:33 (58.) hatten die Spatzen zweimal die Chance auf den Führungstreffer, aber der Ball wurde leichtfertig hergegeben. 41 Sekunden vor dem Ende konnte Julia Birnkammer das 33:34 erzielen. Freiburg hatte im finalen Angriff die Chance auf den Ausgleich, aber ein Fangfehler 10 s vor dem Ende machte auch das zunichte. Peter warf den Ball clever, aber nur bedingt sportlich ins weit entfernte Eckenaus und so musste Freiburg eine unglückliche, und vom Spielverlauf etwas unverdiente Niederlage hinnehmen. Damit ist Regensburg die Revanche für die knappe Hinspielniederlage gelungen.
Eigentlich war es bemerkenswert, dass Freiburg trotz der individuellen Unterlegenheit im Rückraum und der hohen Zahl an technischen Fehlern (20!) sich über weite Strecken des Spiels eine knappe Führung erspielen konnte. Mit mehr taktischem Geschick, besonders um die überragenden Linkshänderinnnen Birnkammer und Peter in den Griff zu bekommen, hätte mehr drin sein können. Zumindest eine Punkteteilung wäre vom Spielverlauf her gerecht gewesen. Letztendlich zeigt das Spiel aber, dass die Spatzen mittlerweile auch für etablierte Zweitligamannschaften ein ebenbürtiger Gegner sein können.
Durch die unglückliche Niederlage und den knappen Sieg von Waiblingen gegen Kirchhof rutschen die Sparrows auf Platz 11. Dieser wird ihnen nicht mehr zu nehmen sein. Damit ist es endgültig die erfolgreichste Zweitligasaison für Freiburg. Dafür bekam die Mannschaft vom Verein noch tolle Shirts.
Im Anschluss bedankte sich das Team bei unglaublich vielen Unterstützern und besonders dem Große Spiele Initiator Dietmar Junginger mit kleinen Präsenten, bevor es emotional wurde und die vier scheidenden Spielerinnen verabschiedet wurden: Saskia Probst wechselt nach drei Jahren nach Bensheim. Leonie Kuntz zieht es nach vier Jahren in die Heimat zurück. Lena Ollesch pausiert nach einem Jahr aufgrund von Prüfungen und Berufseinstieg. Und Marit Walz darf ab August bei einem Auslandssemester das wunderschöne Norwegen genießen.
Der Verein dankt allen vier Spielerinnen für ihren Einsatz und wünscht ihnen für ihren weiteren Weg alles Gute. Und wer weiß, vielleicht ist bei manchen eine Rückkehr nicht ausgeschlossen.
Danke für die tolle Zeit mit euch!
Red Sparrows HSG Freiburg:
Kuß (4 P.); Kuntz (7 P.); Person 3, Probst 6, Klingler 5/4, Brennauer 1, Ollesch, Veith, Emmenecker 3, Faßbinder 2, von Kampen 5, Walz 2, Stiehler 4, Hautz 2
ESV 1927 Regensburg:
Arno ( 2P.), Jäschke (4P.), Baur (1 P.); Lettl, Kessler, Hartl 2, Birnkammer 9, Kollmer, Feles 3, Mustafic 1, Opitz, Ewald 2, Peter 10/2, Fuhrmann 2, Sürenburg, Hahn 5

Lena Ollesch macht eine Handballpause
Neben dem Abgang von Saskia Probst und den Handballpausen von Marit Walz und Leonie Kuntz wird auch Kreisläuferin Lena Ollesch den Red Sparrows in der

