Red Sparrows HSG Freiburg – SV Werder Bremen 36:29 (20:14)
Die Spatzen reiten weiter auf einer Welle des Erfolgs. Vor 625 Zuschauern in der Act-Now-Halle feierten sie einen deutlichen 36:29 Sieg. Seit Wochen begeistert die Mannschaft mit einem guten Tempospiel und konnte bereits zum dritten Mal in diesem Frühjahr 36 Tore erzielen.
Das zweite und somit letzte Spiel dieser Saison, das im Rahmen des Kooperationsprojektes „Große Spiele“ stattfand, begann nach der Tanzeinlage der Gruppe der M.A.K. Studios äußerst vielversprechend. Bereits in der 3. und in der 4. Spielminute kassierten die Gäste Zeitstrafen und so konnte Freiburg schnell auf 6:0 (6.) davonziehen. Bremen wurde förmlich überrannt. Das erste Tor gelang Bremen erst nach fast 7 Spielminuten. Das war ein Auftakt nach Maß für die Freiburgerinnen. In der Anfangsphase suchte besonders Laura Stiehler immer wieder den Weg zum Tor und erzielte in den ersten knapp 9 Minuten bereits drei Treffer und holte zudem noch Strafwürfe heraus. Szenenapplaus gab es auch für den passgenauen Gegenstoßwurf von Torfrau Leonie Kuntz auf Saskia Probst. Nach dem 10:2 (11.) erspielten sich die Spatzen in Minute 17 mit dem 14:4 einen 10 Tore-Vorsprung. Viele Zuschauer rieben sich beim Blick auf die Anzeigentafel verwundert die Augen und waren hocherfreut über die Leistung ihres Teams. Bremens Trainerin Renée Verschuren wechselte in ihrer ersten Auszeit den kompletten Rückraum aus, was anfangs jedoch ohne nachhaltige Verbesserung war. Bis zum 17:7 (23.) konnte Freiburg den Vorsprung halten. Dann schlichen sich jedoch einige Fehler ein und in der Abwehr wurde auch nicht mehr so konsequent gearbeitet. Besonders Rückraumspielerin Luise Albert bekam zu viel Raum. So ging Freiburg mit einem 3:7 aus den letzten gut 7 Minuten nur mit einem 20:14 in die Pause.
In der Halbzeit gab es wieder das obligatorische Siebenmeterwerfen mit den Sportlern und Sportlerinnen der anderen drei Kooperationsvereine und das „Große Spiele“ T-Shirt-Schleudern in das Publikum. Zudem folgte noch ein Auftritt der M.A.K.- Tanzgruppe.
Zu Beginn der 2. Hälfte konnte Freiburg den Halbzeitvorsprung noch halten (22:16, 33.). Dieser schmolz jedoch weiter. Beim 24:20 (40.) und dem bereits 7. Treffer von Luise Albert waren aus anfänglichen 10 Toren nur noch 4 übrig. Die Red Sparrows verloren häufig die 1:1 Duelle und bekamen das Zentrum nicht geschlossen. Auch beim 27:23 (44.) war Bremen noch in Reichweite. Kleine Umstellungen ermöglichten einen 3:0-Lauf zum 30:23 (49.). Mit dem 32:26 (53.) sprach alles für Freiburg. Doch eine Unterzahlsituation und die nicht aufgebenden Bremerinnen führten zum 32:28 (56.). Allerdings folgte kurz darauf auch eine Zeitstrafe für Bremen, aus der die Spatzen mit einem 3:1 gingen und mit dem 35:29(59.) alles klar machten. Der 36:29 Sieg gegen eine etablierte Zweitligamannschaft mit einigen talentierten Rückraumspielerinnen wurde ausgiebig mit den Fans und den Kooperationspartnern gefeiert.
Mit den zwei Punkten klettert Freiburg erstmalig in der Vereinsgeschichte auf einen einstelligen Tabellenplatz. Mit 24:26 Punkten stehen sie nun auf Rang 9. Das hohe Tempo fast über die gesamte Spieldauer war ein Faktor für den Erfolg. Besonders in den ersten 20 Minuten leistete Freiburg auch eine erstklassige Abwehrarbeit. Zudem halfen die 15 Torwartparaden von Leonie Kuntz und Salomé Kuß im Vergleich zu 8 Paraden auf Bremer Seite. Wichtig war auch, dass Saskia Probst 8 ihrer 10 Strafwürfe verwandeln konnte. Diese Vorstellung macht Lust auf mehr. Am kommenden Samstag geht es nach Waiblingen.
Red Sparrows HSG Freiburg:
Kuß (5 Paraden), Kuntz (10 P.); Person 4, Probst 14/8, Klingler, Brennauer 2, Ollesch, Veith 1, Emmenecker 1, Faßbinder, Walz 5, Stiehler 5, Hautz 2
SV Werder Bremen:
Friesen (8 P.), Pajak (0 P.); Meyer 1, Budelmann, Pods 1, Birk 4/2, Ruwe L. 4, Schumacher 3, Bergmann 4, Ruwe E. 2/2, Niemann 1, Albert 9


