Red Sparrows HSG Freiburg – HC Leipzig | 31.1. 19 Uhr
Am Samstag Abend gastiert der bislang verlustpunktfreie Tabellenführer Leipzig zum Rückrundenstart im Spatzennest. Mit 28:0 Punkten führt das Team aus Sachsen mit 6 Punkten Vorsprung souverän die Tabelle an. Nach zwei dritten Plätzen in den Vorjahren ist diese Saison der Aufstieg in Liga eins das Ziel. Leipzig verfügt über eine sehr ausgeglichene Mannschaft. Keine Spielerin ist unter den Toptorschützinnen, aber einige Spielerinnen haben bereits über 40 Feldtore erzielen können. Daran erkennt man deutlich, dass sie über ein starkes Kollektiv verfügen. Jugendnationalspielerin Marlene Tucholke fehlte in den letzten vier Spielen, sonst würde sie wahrscheinlich neben Rechtsaußen Pauline Uhlmann ein wenig herausstechen. Seit sechs Spielen wurde zudem Mittespielerin Emely Theilig reaktiviert.
Für Freiburg sollte das Vorhaben klar sein. Das Team darf nicht so kopflos wie am letzten Wochenende bei der heftigen Klatsche gegen Rödertal spielen und muss viel cleverer agieren. Es kann nur darum gehen, gegen eine individuell und mannschaftlich überlegene Mannschaft ein gutes Spiel zu zeigen. Immerhin liegt die lange Anreise beim Gegner, aber das bremste Rödertal auch nicht aus. Im ersten Spiel dieser Saison verloren die Spatzen mit 33:22 deutlich in Leipzig. Dort hatte man zwar die wurfgewaltige Rückraumspielerin Tucholke recht gut im Griff, aber die Außenspielerinnen konnten gemeinsam 18 Treffer erzielen. Zusätzlich brachte Leipzigs Torfrau Janine Fleischer die Freiburger Spielerinnen mit 17 Paraden und einer Quote von 46 % gehaltener Bälle zur Verzweiflung. Vielleicht sollte die Mannschaft sich eher an das letzte Heimspiel gegen Leipzig erinnern. Da gelang Freiburg im September 2023 nach hartem Kampf und einer frühen Roten Karte gegen Spielmacherin Rebecca Dürr ein 19:19 Unentschieden. Aber das ist auch schon einige Zeit her.
Freiburg sollte auf jeden Fall eine bessere Abwehr stellen und damit auch den Torfrauen mehr Hilfe geben. Trotz mangelnder Defensivarbeit konnte Leonie Kuntz im letzten Spiel noch 12 Paraden zeigen. Mit mittlerweile 141 Paraden führt sie aktuell die Statistik an. Es wäre wünschenswert, wenn sie mehr Unterstützung von ihren Vorderfrauen bekäme. Das Angriffsspiel besonders im Rückraum bedarf einer deutlichen Steigerung. Vielleicht kann Neuzugang Lucy Klingler (sie wird zeitnah näher vorgestellt) bereits dabei helfen. Die Rückraumspielerin wechselte diese Woche von der SG Kappelwindeck/Steinbach aus der 3. Liga zu den Red Sparrows.
Diesmal kollidiert die Spielzeit auch nicht mit einem Spiel der Deutschen Männernationalmannschaft, so dass das Spatzennest wieder voll werden kann.


