Red Sparrows HSG Freiburg – HC Rödertal 21:40 (9:21)
Es wurde das befürchtete schwere Spiel für die Freiburger Spatzen. Im letzten Hinrundenspiel hagelte es die bislang höchste Niederlage. Der körperlichen und auch individuellen Überlegenheit der Gäste aus Rödertal hatte Freiburg so gar nichts entgegenzusetzen.
Bis zum 2:2 (4.) und 4:5 (8.) war Freiburg noch auf Augenhöhe. Und wenn kurz darauf nicht bereits der 2. Strafwurf vergeben worden wäre, hätte man die Anfangsphase noch etwas länger ausgeglichen gestalten können. So konnten die Bienen sich aber kurz darauf auf 4:9 (13.) absetzen. Die Spatzen machten es ihnen allerdings auch leicht. In der Offensive wurden allzu leichtfertig die Bälle hergeschenkt. Das bestrafte Rödertal gnadenlos im Tempospiel. Ebenso fand die halbrechte Deckungsseite keine Lösung gegen die starke Halblinke Arwen Gorb. Mit dem 6:13 (21.) war schon eine kleine Vorentscheidung gefallen, was sich beim 8:19 (28.) klar abzeichnete. Trainer Simon Rittemann versuchte es in den letzten rund 10 Minuten der 1. Halbzeit noch mit einer engen Deckung gegen Gorb, was aber auch nicht zum Erfolg führte. Die Rückraumspielerin erzielte drei weitere Treffer und im 5:5 zeigte sich besonders die Finnin Natascha Foley mit viel Zug zum Tor und vielen gewonnenen 1:1 – Aktionen. Sie ersetzte in dem Spiel als Rechtshänderin die fehlende Mor Shaul auf Halbrechts und erledigte ihre Aufgaben gut. Mit einem 9:21 ging es in die Pause.
Trainer Rittemann stellte die Abwehr wie in den letzten Spielen auf eine 3:2:1 – Formation um. Immerhin zog Rödertal dadurch bis zur 50. Minute mit dem 17:30 nicht weiter unaufhaltsam davon. Die Hypothek aus dem 1. Durchgang war allerdings zu groß. Zumal Freiburg offensiv weiterhin einfach keine Lösung gegen die starke 5:1 Deckung der Gäste fand. Misslungene Kreisanspiele, eine schwache Passqualität über kurze Distanzen, vergebene Pässe im Tempospiel und eine schwache Wurfquote aus dem Rückraum
verhinderten eine Aufholjagd. In den letzten 5 Minuten kam es zu einem völligen Einbruch. Nach dem 20:35 (55.) ging Freiburg mit einem 1:5 aus den letzten fünf Minuten. Damit war mit dem 21:40 die höchste Saisonniederlage besiegelt.
Die Freiburger Spatzen fanden bis auf die ersten Minuten zu keinem Zeitpunkt zu ihrem Spiel. Mit Rödertal war eine ambitionierte Mannschaft im Spatzennest, die kurz nach Beginn des Spiels keinen Zweifel aufkommen ließ, als deutlicher Sieger aus dem Spiel gehen zu wollen. 26 (!) technische Fehler auf Freiburger Seite machten den Gästen ihr Vorhaben aber auch viel zu einfach. Das ist kein Zweitliganiveau gewesen! Nicht nur von dem Ergebnis her war in diesem Spiel ein deutlicher Klassenunterschied zu erkennen. Rödertal war individuell im Rückraum und auch mannschaftlich so überlegen, dass Freiburg auch mit einer besseren Leistung dieses Spiel nicht für sich hätte entscheiden können. Aber so hoch hätte diese Niederlage nicht ausfallen müssen! Nun gilt es für die Mannschaft und das Trainerteam die richtigen Schlüsse zu ziehen und es im nächsten Spiel besser zu machen. Am kommenden Samstag kommt mit dem HC Leipzig der bisher ungeschlagene Ligaprimus nach Freiburg. Diese Aufgabe wird mindestens genauso schwer werden.
Red Sparrows HSG Freiburg:
Kuß, Kuntz (12 Paraden); Person 3, Emmenecker 1, Faßbinder, Ollesch, Probst 6/4, von Kampen 1, Walz 2, Stiehler 2, Hautz 2, Brennauer 4, Veith
HC Rödertal:
Schneider (1 P.), Rammer (12 P.); Ott 5, Frankova 1, Stankovic 3, Dekker 4/2, Eckart, Grießer 3, Huth, Foley 6, Davenport 2/1, Smolik 2, Alderden 3, Gorb 9, Wolff 2


